Wandertour im Lechtal und Allgäu (Hornbachkette)

Wie immer gut gelaunt trafen sich die 10 Wanderfreunde am Morgen des 23. August 2018 zu der von Reinhold Barth organisierten 3 Tages-Gebirgswanderung, um mit Privat-Pkw`s zum Ausgangspunkt nach Elbigenalp im Lechtal zu fahren.
Elbigenalp zählt als Hauptort des Lechtales und ist weit über die Grenzen hinaus als „das Schnitzerdorf“ bekannt.
Zudem zieht es zahlreiche Besucher in den Geburtsort von Anna Stainer-Knittel der berühmten „Geierwally“ und zur Freilichtbühne in der Bernhardstal-Schlucht.

Nachdem wir dieses Jahr einen Traumsommer hatten, war ausgerechnet für unseren Termin, ein Temperatursturz, Gewitter und regnerisches Wetter vorhergesagt.
Die Wanderung startete bei Sonnenschein und ging auf einem steil angelegten Fahrweg zunächst zur Kasermandlhütte, wo wir eine Rast einlegten und uns mit Getränken und einer kräftigen Suppe stärkten. Aufgrund der angekündigten Gewitter hielten wir uns aber nicht zu lange auf und erreichten auf einem gut angelegten Steig,
bei leichtem Regen und begleitet von kräftigem aber glücklicherweise etwas entfernterem Donnergrollen am Nachmittag die auf 2131 hoch gelegene Hermann von Barth-Hütte.
Die Hütte, welche als schönste Schutzhütte der Allgäuer Alpen gilt, ist Ausgangspunkt vieler Wander- und Kletterrouten.
Den Abend verbrachten wir bei guter Verpflegung in gemütlicher Runde und gegen später sorgte der Hüttenwirt mit seiner Ziehharmonika und Volksliedern für gute Stimmung.
Am 2. Tag machte sich die Gruppe auf in Richtung Kemptener Hütte.
Zunächst führte die Hüttenverbindung abwechselnd über grasige und einige steinige Passagen zum Hauskamm der Schutzhütte hinauf.
Im Birgerkar angekommen, zieht sich eine karstige Mondlandschaft nach Norden in Richtung Marchscharte, immer nordöstlich des gewaltigen Felskammes entlang.
Nach Querung des Birgerkars führte der Weg zur Kemptner Hütte über die Schafschartl, einem felsigen Übergang unterhalb der Hermannskarspitze, weiter ins benachbarte Hermannskar.
Im Bereich der Schafschartl wird entlang eines steilen und felsigen Abstieges auch schon mal eine Hand beim Abstieg benötigt.
Im Hermannskar angekommen, ging es über ausgedehnte Schotterfelder unterhalb der mächtigen Felswände auf einem angenehm verlaufenden Höhenweg in Richtung Norden.
Das Kar ist umringt von imposanten Felsgipfeln der Hornbachkette. Die Marchspitze im Nordosten, die Ramstallspitze Richtung Lechtal und der große Krottenkopf hoch über dem
Hermannskarsee thronend, am nordwestlichen Ende des Hochtals. Am idyllisch gelegenen Hermannskarsee legten wir eine Rast ein, bevor es über steile Schotterhänge und felsige Bänder
des Krottenkopfes hinauf zur gleichnamigen und 2350 m hoch gelegenen Scharte ging.
Von der Krottenkopfscharte führt ein sehr steiler Anstieg über ein schroffes, ausgedehntes Schotterfeld und eine letzte felsige Passage hinauf zum mit 2656 Meter höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen, den wir aber nicht bestiegen.
Nach einem langen Marsch auf steinigem Untergrund wurde es nun auf erdig, lehmigen Wegen spürbar angenehmer.
Nach Überquerung des Mädelejochs wird man mit einer ersten Aussicht auf die näher rückende und 1846 Meter hoch gelegene Kemptener Hütte belohnt.
Als Fazit kann man sagen,es ist eine sehr schöne aber anspruchsvolle Wanderung, die Bergerfahrung, Trittsicherheit und ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit erfordert.
Glücklicherweise hatten wir entgegen der Wettervorhersage die ganze Tour über nahezu trockenes Wetter.
Nach Bezug der Zimmerlager bestieg noch ein Teil der Gruppe den Gipfel des 2366 Meter hoch gelegenen Muttlerkopf.
Gegen 17.00 Uhr kam die Gruppe wieder zur Hütte zurück, ehe der Regen einsetzte, der die ganze Nacht über anhielt.
Der Hüttenabend war wiederum recht kurzweilig und wie gewohnt war dann gegen 22.00 Uhr Bettruhe.
Am dritten Tag erfolgte dann nach dem Frühstück der ca. 3 ½ stündige Abstieg durchs Höhenbachtal nach Holzgau. Zunächst ging es bergauf auf das 1993 m hoch gelegene Mädelejoch, ehe es bergab ging.
In der am Wege liegenden Roßgumpenalm legten wir eine kurze Rast ein.
Unterhalb des Sims-Wasserfalls gab es dann eine Weggabelung, entweder weiter durch die Höhenbachschlucht oder über die vor ein paar Jahren neu erbaute Hängebrücke.
Wir entschieden uns für die über 100 Meter hohe und 200 Meter lange Seilhängebrücke.
Nach einer kurzen Busfahrt zum Ausgangsort Ebigenalp, und einem gemeinsamen Mittagessen, traten wir die Heimfahrt an und nachdem alle wohlbehalten in Dewangen ankamen, verabschiedeten wir uns.
Die hervorragend harmonierende und gut gelaunte Wandergruppe war sich einig, wiederum eine tolle Bergtour mit beeindruckenden und bleibenden Erinnerungen, erlebt zu haben.
Alle freuen sich schon auf den Bilderabend und die nächste Tour, im kommenden Jahr.

Die Honbachkette vom Großen Krottenkopf aus gesehen

Am Ende aber steht das Glücksgefühl

Hallo zusammen
der Wanderplan unserer Ortsgruppe ist mittlerweile in allen Haushaltungen in Dewangen angekommen.
Vielleicht sind Wanderungen dabei die Euch ansprechen oder von denen Ihr denkt, eigentlich würde ich ganz gerne, aber 24 Stunden trau ich mir nicht zu.

Dazu von mir ein paar Hinweise, die Euch eine Entscheidung vielleicht einfacher machen und Ihr sagt das probiere ich aus.

Hinweise, die Dir helfen sollen, die 24-Stunden-Wanderung am 29.06.2018 so gut wie möglich zu überstehen.
Ganz wichtig: Finde Deinen eigenen Rhythmus. Lass Dich nicht von anderen in ein Tempo hineinziehen, dass Du nicht durchhalten kannst. Das macht es schwierig für Leute, die in einer Gruppe wandern, die sich noch nicht kennt. Wenn wir also zu mehreren gehen wollen, probieren wir es vorher zusammen, nur dann wissen wir, ob die Gruppe für euch zu schnell, zu langsam oder genau richtig ist.

Eine ideale Trainigseinheit ist natürlich die Marathon Wanderung am 31.03.2018

Der zweite Aspekt, der auch mit Grenzen zu tun hat: Du hast Deinen Körper an seine Grenzen gebracht. Eine vielleicht schmerzhafte, im Nachhinein aber auch eine wertvolle Erfahrung, denn Du hast Deine Komfortzone verlassen.

Am Ende aber steht das Glücksgefühl

Beim Extremwandern kommt dieses Glücksgefühl nicht so unmittelbar, es braucht länger. Es kommt wie eine sanfte Welle nach der Wanderung, aber es kommt. Du bist erschöpft, erschlagen, ausgelaugt, aber glücklich und stolz: Wie der Bergsteiger, der nach elendigen Strapazen endlich den Gipfel erreicht hat.

Ein ganz besonderes Erlebnis, das einem auch nicht jeden Tag beschert ist: In den Sonnenaufgang zu wandern.

Wanderpläne falls gewünscht gibt es natürlich noch im Wanderheim
Eure Krankenkasse belohnt evtl.die Aktivitäten mit Bonuspunkten
Gerne stehe ich für weitere Informationen zur Verfügung

Mit freundlichen Wandergrüssen

Manfred